Weiler Gespräche mit Professor Hans Theo Baumann
Der Künstler und Designer
Weil am Rhein. Die "Weiler Gespräche" werden am Donnerstag, den 22. September um 19.30 Uhr fortgesetzt mit dem Künstler und Designer Professor Hans Theo Baumann, der seine Jugend in Weil am Rhein verbracht hatte und zu den prägenden Designern des 20. Jahrhunderts gezählt wird. Im Konzertsaal des Alten Rathauses in Weil am Rhein, Hinterdorfstraße 39, wird sich Moderator Matthias Zeller vom SWR mit Professor Baumann nicht nur über die Ästhetik des Praktischen unterhalten, sondern auch über viele Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten, über bewegende Augenblicke im Leben eines Gestalters und seine Liebe zu japanischen Manufakturen. Der Eintritt bei dieser Veranstaltung der Bürgerstiftung Weil am Rhein in Zusammenarbeit mit dem SWR ist frei.
Wenige hundert Meter vom Alten Rathaus entfernt können sich die Besucher des Museums am Lindenplatz in der neu geschaffenen Dauerausstellung „H.Th.Baumann. Kunst & Design 1950-2010“ ein Bild machen von den genialen Entwürfen des Meisters, der seit vielen Jahren in Schopfheim lebt, aber seiner Heimatstadt Weil am Rhein bis heute freundschaftlich verbunden ist.
1924 wurde Hans Theo Baumann als Sohn des Glasmalers Fritz Baumann und dessen Frau Helena Maier in Basel (Schweiz) geboren. Er war das jüngste Kind unter acht Geschwistern. Als sein Vater ein zweites Mal an einer Bleivergiftung erkrankt, sah dieser sich gezwungen, seinen Beruf aufzugeben. Dies bedeutete eine grundlegende Veränderung der Lebensumstände für die Familie Baumann. Sie verließen Basel und siedelten nach Weil am Rhein über, wo Fritz Baumann eine Anstellung als Beamter bei der Deutschen Reichsbahn gefunden hatte. So verlebte Hans Theo Baumann seine Jugend in Weil, wo er auch zur Schule ging.
Hans Theo Baumann ist einer der markantesten Designer der Nachkriegszeit.
Seine Entwürfe sind weltweit von führenden Unternehmen realisiert worden.
Fast jeder kennt seine Kreationen. Geschirr, Glas und Besteck von Baumann sind überall anzutreffen und bilden einen charakteristischen Bestandteil unserer Alltagskultur. Als er nach dem Studium der Graphik, Malerei, Bildhauerei, Innenarchitektur und des Designs 1950 sein erstes Designstudio in Basel eröffnete, arbeitete er bereits mit namhaften Firmen zusammen.
Gleich einer seiner frühen Möbelentwürfe, ein organisch geformter Plexiglasstuhl, war eine Weltneuheit - und der erste Stuhl, den die Vitra-Gruppe produzierte und der den Auslöser für die bis heute erfolgreiche Stuhlproduktion gab.